Kindergarten Bordelum - Dörpum

Stand: September 2013

In unmittelbarer Nachbarschaft ist der Evangelische Kindergarten Bordelum-Dörpum angesiedelt, dessen Verwaltung der Kirchengemeinde obliegt (Leitung: Frau B. Becker).
Die räumliche Nähe ist auch dahingehend ein Vorteil, dass der Übergang von Kindergarten in Schule kindgerecht gestaltet werden kann. So sind mittlerweile feste Anknüpfungspunkte zwischen Kindergarten und Schule entstanden: das Projekt „Bald geht die Schule los“, Übergabe-Gespräche bei Einschülern, gegenseitige fachliche Beratung, gemeinsame Nutzung der Turnhalle und diverser Medien, gemeinsame Fortbildung, Terminabsprachen und mehr (Konzept "Erfolgreich starten").




Evangelischer Kindergarten Bordelum - Dörpum
(noch ohne Anbau)





Vom Kindergarten in die Schule



So funktioniert’s in Bordelum und Dörpum

Der Bordelum-Dörpumer Kindergarten entlässt jedes Jahr Kinder aus drei Gruppen in die benachbarte Grundschule. Damit den Kindern dieser Übergang gut gelingt, sind die pädagogischen Fachkräfte und Lehrkräfte gefordert, diese Zeit gut vorzubereiten und zu gestalten. Gute Zusammenarbeit beider Institutionen zahlt sich auf vielfältige Weise aus. So ermöglicht der Einblick in die Schule Erzieher/innen den Blick darauf, was auf die Kinder zukommen wird. Lehrer lernen wiederum die künftigen Erstklässler, ihre Fähigkeiten und individuellen Stärken frühzeitig kennen.

In Bordelum und Dörpum gestaltet sich diese Zeit wie folgt:
Im Januar beginnen die zukünftigen Schulkinder mit dem Würzburger Trainingsprogramm „Hören, Lauschen, Lernen“. Hierbei handelt es sich um Sprachspiele, die in täglichen Übungseinheiten für Kinder im Vorschulalter entwickelt wurden und zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache dienen. Durch die täglichen Übungseinheiten erfahren die Kinder den Klang von Lauten, Silben und Wörtern. Sie lernen auch, dass ein Satz aus einer unterschiedlichen Anzahl von Wörtern bestehen kann. Lauschspiele und Reime dienen dazu, dass die Kinder gezielt lernen hin-zuhören. Nicht nur das Sprachgefühl, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit werden verbessert. Die Kinder lernen länger und besser zuzuhören. Dieses Programm wird in der Schule weitergeführt.
Für die wöchentlichen Bewegungsstunden bilden sich zum Beginn des letzten Kindergartenjahres neue Gruppen. Die zukünftigen Schulkinder werden aus ihren bisherigen Gruppen getrennt und bilden eine eigene, neue Einheit. Auf diese Weise lernen sie sich untereinander besser kennen und wissen, dass sie ab dem Sommer als 1. Klasse zusammengehören. Die Stunde wird altersgemäß gestaltet und die Kinder helfen beim Geräteaufbau mit, denn sie sind schließlich „die Großen“. Daher wird diese Zeit gern dazu genutzt, z.B. etwas für den Abschlussabend einzustudieren. Auch findet die Gruppe ihren eigenen Namen z.B. „Zugvögel“ oder „Zugpferde“.
Die pädagogischen Fachkräfte haben zu Beginn des Jahres bei ihren Beobachtungen ein spezielles Augenmerk auf die Kinder, um festzustellen, wo ihre Stärken liegen oder wo die Kinder noch Unterstützung brauchen.
Ein Sprachheillehrer überprüft bei allen zukünftigen Schulkindern die Sprachentwicklung und übernimmt gegebenenfalls die Förderung.
Auch für die Eltern ist dieser Lebensabschnitt ihres Kindes eine besondere Zeit. Es finden die Abschluss-Elterngespräche statt, in denen die Kindergartenzeit ihres Kindes reflektiert wird und Fragen bezüglich des Übergangs zur Schule beantwortet werden können. Dieses Gespräch rundet die Kindergartenzeit ab. An einem Abend bietet der Kindergarten das gemeinsame Schultütenbasteln an. Hier können die Eltern in Gemeinschaft eine individuelle Schultüte für ihr Kind gestalten und sich untereinander besser kennen lernen. An diesem Abend ist die zukünftige Klassenlehrerin anwesend, um sich und die Schule vorzustellen, die Eltern kennen zu lernen und Fragen zu beantworten.
In einem Übergabegespräch erhalten die Lehrer Informationen von den pädagogischen Fachkräften über die zukünftigen Schulkinder. Dies geschieht nur nach Einwilligung der Eltern. Es ermöglicht den Lehrkräften, sich auf individuelle Eigenheiten einzustellen und sich angemessen auf die Klasse vorzubereiten. Die Mitarbeiterinnen beider Institutionen sprechen hier über ihre verschiedenen Arbeitsbereiche, Erwartungen und Wünsche.
Ein absolutes Highlight für Kinder und pädagogische Fachkräfte ist die Abschlussfahrt nach Ockholm. Zwei Übernachtungen in der alten Schule, wo viel Platz zum Spielen, Toben und Grillen etc. ist, Ausflüge nach Schlüttsiel und Föhr sowie ein gemeinsames Frühstück mit den Eltern sind ein weiterer Schritt in Richtung Schule.
Frisch „zusammengeschweißt“ durch die gemeinsame Freizeit starten die Kinder in das 14-tägige Schulprojekt "Bald geht die Schule los!" Hier erleben sie den Alltag eines Schulkindes. Sie besuchen von der ersten bis zur 3. Stunde die Bordelumer Grundschule, lernen die Räumlichkeiten, Rituale, Kinder und Lehrer in der Schule kennen. Sie haben für diese Zeit sogar ihren eigenen Klassenraum, indem sie lernen, basteln, singen usw. Die Kinder erleben aktiv die Pausen mit den Schulkindern, lernen ihre zukünftige Klassenlehrerin und Paten kennen, besuchen die erste und dritte Klasse und fragen die Kinder, wie es ist, ein Schulkind zu sein. Es finden verschiedene Aktionen statt, z.B. ein Besuch der Bredstedter Bücherei, die Teilnahme am Schulfrühstück und an der Montags- und Freitagsrunde.
Ebenso wird ein Selbstbehauptungstraining durchgeführt, bei dem es darum geht das jeweilige Kind für die neue Situation als Schulkind die Selbstsicherheit zu stärken. Die Kinder sollen lernen sich wirkungsvoll abzugrenzen bzw. in Kontakt zu kommen, Klarheit über die eigenen inneren Werte und Ziele zu erhalten, menschliches Miteinander besser zu verstehen und gelassener in bisher kritischen Situationen zu reagieren.
Der bevorstehende Abschiedsabend wird teilweise von den Kindern selbst vorbereitet.

Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule (OGS) findet eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule statt.